PHILIPS N.V. / Neuer Konzern der Inforrnationstechnologie
Fusion Mit BSO/Origin geplant
HANDELSBLATT, Donnerstag, 19.10.95 tro UTRECHT. Der niederländische Elektronikkonzern Philips Electronecs NV.. Eindhoven, will seine Tochter Philips C&P (Communications and Procossing) mit, dein niederländischen Branchengenossen BSO/Origin B.V., Utrecht, zu einer der größten Informationstechnologiekonzerne Europas fusionieren.
Das neue Unternehmen, das unter dem Namen Origin firmieren soll, wird rund 10000 Personen beschäftigen und einen Jahresumsatz von etwa 2 Mrd. hfl (rund 1,78 Mrd. DM) erwirtschaften. Philips wird an Origin eine Mehrheitsbeteiligung übernehmen, die nach Informationen der niederländischen Nachrichtenägentur ANP 80% betragen soll. Die Fusion wird am 1 Januar 1996 in Kraft treten. Dann werden die Aktivitäten des neuen Unternehmens in den Philips-Bilanzen verbucht.
Wie die beiden Unternahmen verlauten ließen, sei die Fusion ein Resultat der weltweit wachsenden Nachfrage nach integrierten Informationstechnulogiediensten. Philips und BSO/Drigin hatten bisher schon in den Niederlanden, Gröss-Britannien, Schweden. Dänemark, Portugal, Brazilien, Argentinien und Mexiko kooperiert. Derzeit hält Philips 41 % an der BSO/Beheer, der Holdinggesellschaft von BSO/Origin. Das neue Unternehmen soll in 27 Ländern operieren. Nach einer Marktprognose von Philips ist mit einem Anwachsen des bisherigen Beschäftigtenstamms zu rechnen.
Die Fusion weckt in den Niederlanden etwas Erstaunen, da Philips erst 1990 Teile seiner Informations technologieaktivitäten an die damalige BSO veraußert hatte. Die anfingliche noch gehaltene Minderheitsbeteiligung von 15% an BSO/Origin hatte der Elektronikkonzern später wieder auf 41 % erhöht. Ein Sprecher von Plillips begründete die Fusion gegenüber dem Handelsblatt mit der Erwartung, mit dem neuen Unternehmen scahlkräftiger operieren zukönnen. Origin werde einer der wichtigsten "Spieler" auf den Internationalen IT-Märkten sein.
Die BSO/Origin B.V beschäftigt bisher in 24 Ländern 6 500 Mitarbeiter. Spezialisiert ist das Utrechter Unternehmen auf Systementwicklung. Projektmanagement und Beratungsdienste. 1994 erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 5 Mill. hfl bei einem Umsatz von 818 Mill. hfl. Philips Communications and Processing Services ist mit 3 300 Beschäfftigten in 22 Ländern aktiv. Spezialgebiete des Philips-Unternehmensbereichs sind die Daten- und Kommunikationsinfrastruktur und das Management von Computernetzwerken. 1994 erzielte Philips C&P einen Gewinn von 33 Mill. hfl bei einem Umsatz von 1 Mrd. hfl.
Die anderen Anteilseigner von BSO/Origin müssen der Fusion noch zustimmen. Neben Philips sind die Direktion und das Personal mit 31 %, die Rabobank mit 14 %. NRM mit g% und ABN Amro mit 1% an BSO/Origin beteiligt.

